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Wanderweekend vom 1./2. September 07 Samstag. 7:30 Uhr. Der Wecker klingelt. Viel zu früh für einen Samstag. Aber heute ist nicht irgendein Samstag, wandern ist angesagt. Also, nichts wie raus aus den Federn, schnell noch einen Kaffee trinken, fertig packen und auf den Zug sprinten. Am Bahnhof Wetzikon ist Werni nirgends zu sehen, dafür aber Christa und Erik, die winken. Aha, Werni reist am Abend per Zug nach. Dann kann es für uns ja losgehen: Autobahn Richtung Chur; an Chur vorbei; ab Reichenau Richtung Flims, Laax; durch Ilanz. Obersaxen: Aber wie kommen wir nach Cuolm Sura? Nach einer Extrarunde erreichen wir unser Ziel; das Berggasthaus Cuolm Sura… Die
Aussicht auf dem Gipfel wäre bestimmt grandios; wie ein Blick auf die
Panoramatafeln zeigt. Leider sind alle Berggipfel von Wolken verhüllt.
Doch die Sonne kommt bestimmt. Die gute Stimmung hält, auch ohne Sonne.
Auf jeden Fall bis zur nächsten Steigung…Was auf diesen Hügel müssen
wir? Gibt es keinen Weg drum herum? Nein! Gabi und Christa, unsere
Guides, bleiben hart, aber mit Traubenzucker und einem persönlichen
Rucksackträger, man kann ihn eventuell auch mieten, erreichen wir alle
den Gipfel. Nun müssen wir auch nicht mehr länger auf unser lang
ersehntes Mittagessen warten. An einer windgeschützten Stelle vertilgen
wir unseren Lunch. Wobei es Sebastian, Flo’s Hund, am besten trifft; von
Herrchen bekommt er zwar nichts, dafür sind alle anderen umso
spendabler. Nach verdienter Stärkung geht es von nun an nur noch bergab,
nicht mit unserer Stimmung, sondern mit unserem Weg. Wir durchqueren
Kuhweiden, morastige Ebenen, Bergbäche und erreichen schliesslich alle
wohlbehalten unser Tagesziel, welches in unserem Fall natürlich mit
unserem Gasthaus übereinstimmt. Nun trennen sich unsere Wege vorerst;
während Flo und Sebastian schlafen gehen, versucht Gabi in ihrem Buch
voran zu kommen und Karin ihren Harry Potter auf Englisch zu verstehen.
Christa und ich geben uns mit weniger zufrieden, wir wollen einfach nur
braun werden. Die Sonne scheint nämlich inzwischen.
Werni, Jenny und Oliver treffen ein. Genau richtig fürs Abendessen. Reis, Spinat und Poulet gibt’s. Sofie hätte ja lieber etwas gelbes, Pommes ähnliches gehabt….Zum Dessert gibt es Eiscreme mit Schweizer Kreuzen drauf, dazu Äpfel-, Melonenschnitze, Minzeblätter und eine undefinierbare grüne Sauce, die nach Hustensaft schmeckt. Spät wird es heute Abend nicht, alle gehen früh ins Bett. Wir wollen ja gerüstet sein für den morgigen Tag. Sonntag. 7:30 Uhr . Der halbe Frauenschlag ist wach. Auch gut, so haben noch beide Duschen warmes Wasser. Das Frühstücksbüffet ist riesig, die Zeit leider zu knapp. Wanderroute für heute: eine flache Wanderung am Rhein entlang, mit dem Zug zwei Stationen fahren und dann zurück marschieren. Eben dieser Zug fährt um 11:15 Uhr. Also nichts wie los. Gabi fährt die Kurven, wie eine Rennfahrerin. Karins Magen rebelliert. Und ich frage mich: habe ich noch einen leeren Plastiksack in meinem Rucksack? Da ist bereits der Bahnhof in Sicht; der Zug ist noch nicht da, dafür aber alle achtzehn Wanderer, inklusiv Hund natürlich. Die
Sonne scheint. Alle sind eingecremt und die Sonnenhüte werden
aufgesetzt. Dann kann es ja losgehen. Links der Rhein, rechts der Wald,
in der Mitte unser Pfad. Zwischendurch ein paar Kajakfahrer, die den
Rhein runter paddeln. Rechtzeitig zum Mittagessen erreichen wir, wie von
unseren Reiseleiterinnen geplant, die Feuerstelle. Die Würste braten,
die Tomate gart, der Fluss lädt zum Füsse baden ein, nur das
Gerber-Käslein über dem Feuer will nicht schmelzen. Alle sind gestärkt
und die Lebensgeister, dank Pierrettes Gummibärchen geweckt. Weiter geht
unsere Wanderung, nun wieder den Berg hinauf. Mit überqueren der siebten
Brücke neigt sich unsere Wanderung und somit auch unser Wochenende dem
Ende zu. Zum Abschluss bleibt zu sagen: Wetter gut, Stimmung gut, alles
gut. Der eine oder die andere hat als Andenken an ein tolles Wochenende
eine rote Nase oder Blasen an den Füssen. Nur Muskelkater hat keiner,
oder will das nur keiner, respektiv keine zugeben??
Elena
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