Es war die SOLA der Rekorde – mindestens für AKKORDEUS. Bei idealen Temperaturen und dank bester Vorbereitung überflügelte der einzige so sportliche Akkordeon Verein der Schweiz einen grossen Teil des Teilnehmerfeldes. Die Ursache dieses Erfolges wurde mittlerweile geklärt.

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Es lag an der Startnummer. Ganz bestimmt. Denn, fast unglaublich, das AKKORDEUS-Team trug als einziges die 155. Und dies sollte Flügel verleihen.  Dabei hatte alles gar nicht so einfach begonnen. Denn Elena musste um 5 Uhr morgens aus den Federn. Hittnau heisst das Dorf, in welchem sie wohnt und es liegt im Zürcher Oberland. Ausser eines bekannten Malergeschäftes (MAY) gibt's dort nur noch einen Akupunktureur. Weil Elena nicht wie letztes Jahr ihre Energie dafür verwenden wollte,

AN den Start der SOLA zu laufen, sondern erst NACH dem Startschuss Vollgas zu geben, stand sie ein bisschen früher auf! A propos aufstehen: Flo (lief Strecke 3) musste zwar nicht so früh aufstehen, aber geschlafen hat er trotzdem weniger als Elena. Als der Präsident (lief Strecke 4) morgens um 8 Uhr in der S5 Flo's Tasche überreicht bekam, war ein Unheil abzusehen. Denn unser Üetliberg-Läufer sah aus, als hätte er überhaupt nicht geschlafen und auch sonst in mancher Beziehung

gesündigt. Umso grösser war dann die Überraschung, als Flo im vorderen Mittelfeld angetrabt kam und Alain lächelnd auf noch 400 wartende Jogger zurück blicken konnte.

 

Das Duell – Teil 1

 

Was dann begann, kann man in Spielberg'scher Manier als "Jagd auf die Rekorde der Rekorde" bezeichnen. Umjubelt von tausenden von Zuschauern, und vor allem Zuschauerinnen, wurde Michi Hohl auf die längste Strecke geschickt. Und er hatte nur ein Ziel: Papi Anghileri's Bestzeit von letztem Jahr zu unterbieten. Keiner der zahlreichen Fotografen bekam unseren Läufer Nummer 5 vor die Linse, dieser war so schnell unterwegs.  Um 1 Minute und 35 Sekunden hat es geklappt und Michi war der vierte auf den ersten fünf Strecken, der einen AKKORDEUS Rekord verbuchte. Die Vorgabe für Papi Anghileri war also gegeben. Doch dazwischen passierte noch einiges. Zum Beispiel René.  Der

steht nämlich seit dem 8. Mai auf der schwarzen Liste der VBZ. Nicht etwa weil er den Bus nehmen wollte, um seine Laufstrecke mitten durch die Stadt unfair zu verkürzen. Aber in seinem Delirium, der kompletten Erschöpfung nahe, hielt er den vorbei fahrenden Bus



doch tatsächlich für das Märchentram, welches er letzten November verpasst hatte. Nach einem Handgemenge mit dem Chauffeur machte sich René zu Fuss wieder auf den Weg Richtung Hönggerberg.

 

Familienangelegenheit

 

Ebenfalls überraschend war die Darbietung der Familie Bietenholz. Es war erstaunlich, welchen Einfluss die Bade - Relax -Faulenz - Schlemmer - Woche in Leukerbad auf die beiden Hübschen hatte. Roger verbesserte den AKKORDEUS Rekord auf Strecke 2 und Marion unterbot doch glatt ihre

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persönliche Bestzeit zwischen Hönggerberg und Irchel. Sowieso: Marion setzte den Startschuss für unser "Quartetto magico".

 

Hormonschub

 

Die vier für AKKORDEUS startenden Frauen (Marion, Barbara Thalmann, Bettina Kammermann, Carmen) vergassen den Sex und konzentrierten sich auf "Jogging & the City". Gegen ein von Männern dominiertes Feld brachten sie AKKORDEUS von Rang 426 auf Rang 417. Gratulation! Bei Barbara konnte man ja auf das genetisch verankerte Kein - Schmerz - beim -Laufen - Hormon der Familie Thalmann zählen, welches bei Volksläufen in grossen Mengen ausgeschüttet wird. Und es hat auch dieses Jahr seine Wirkung nicht verfehlt. Bei Bettina lief das ein bisschen anders. Eigentlich war sie bei der Zielankunft enttäuscht. Denn sie glaubte, sich mit ihren gut 53 Minuten
gegenüber des Vorjahres

auf gleicher Strecke verschlechtert zu haben. Doch weil die First Lady des AKKORDEUS im 2003 knapp 58 Minuten für die selben 11.3 km benötigt hatte statt wie geglaubt 51 Minuten, bedeutete auch dies Rekordzeit. Zum Schluss des  Frauen-Vierers startete die doppelte Carmen. Sie war für ein anderes Team bereits am Morgen als Konkurrentin von Präsi Alain auf Strecke 4 unterwegs gewesen. Dass trotz dieses morgendlichen, bitteren Kopf-an-Kopf Rennens auf Vorstandsebene noch genügend Energie für einen AKKORDEUS Rekord am Nachmittag vorhanden war, lässt sogar den Präsidenten seinen Hut zücken.

 

Das Duell – Teil 2

 

Dann war die Zeit für Revanche gekommen. Papi Anghileri hatte sich geschworen, dem jungen Michael zu zeigen, was ein richtiger Läufer ist. Tief beleidigt vom Verlust seines Rekords auf der

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längsten Strecke Nummer 5, flog er förmlich auf den Pfannenstiel. Es war eine Demonstration sondergleichen. Rekordhalter Michi Hohl wurden deklassiert, was zwei Konsequenzen hat: 1) 1:1 nach Punkten in der Rekordjagd deutlich besserem Torverhältnis für Papi A. 2) Gibt's jetzt in Hittnau neben dem berühmten Malergeschäft auch noch einen erfolgreichen Langstreckenläufer.

 

Verlängerungen

 

 Weil eben diesem Langstreckenläufer die Strecke aber immer noch zu kurz war, lief er gleich wieder zurück von Zumikon nach Egg. So ähnlich wie Bettina: sie hängte ihren 11.3 km SOLA noch eine Runde Greifensee an. Hochgradig frustrierend verlief das Rennen für Marcel. Während die Frauen und Senioren nach gut einem Kilometer die Abkürzung nehmen konnten, musste

Don Marcello einen über ein Kilometer langen Umweg auf sich nehmen. Der einzige Vorteil: Er konnte zwei Mal die gleichen Frauen übeholen! Marcel, das muss ein wahnsinniges Gefühl gewesen sein!?!

 

Privatchauffeur

 

Mit diesem super Gefühl wurde auch Christa auf die vorletzte Strecke geschickt. Während auf Christa immer Verlass ist, scheint sie sich nicht mit den optimalen Helfern zu umgeben. Denn im Ziel angekommen, musste sie auf ihre Tasche warten, die einen privaten Transport geniessen konnte. Christa, du hättest deinen Privatchauffeur ruhig ans Spaghetti-Essen mitnehmen können. Dann hätten wir ihm die Leviten gelesen ...... und der Präsident hätte ihm ein paar Fragen gestellt, aus reinem Interesse natürlich! Christian konnte es kaum erwarten: Das Spaghetti-Essen. Okay, okay, auch Christa

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konnte er kaum erwarten. Aber eben nur, damit er schneller zu seinem Carbonara kam. Und damit es eben auch noch für eine Portion Pesto reichte, rannte unser famous Mr. Beerli in Rekordzeit dem Ziel entgegen – wie immer unter tosenden Anfeuerungsrufen der vor dem Ziel postierten AKKORDEUSler.

 

Freud und Leid

 

Trotz vielen wie immer positiven Erlebnissen, blieben zwei Wermutstropfen: 1) Andrin wurde uns nicht vorgestellt (immerhin hat
Carmen mit uns Handörgelern Spaghetti geges-

sen) und 2) machte Christa einen frühen Abgang, weil sie den Abend ihres Geburtstages anscheinend nicht mit ihren LäuferkollegInnen feiern wollte. Kam da wohl wieder der Taschen-Chauffer zum Zug? Fortsetzung folgt... Mittlerweile sind die Ermittlungen über den unerwarteten Erfolg von AKKORDEUS weiter fortgeschritten. Umfassende Untersuchungen haben gezeigt, dass die Zahl 155 in der tibetanischen Hochkulturszene als Zeichen für das optimale Zusammenspiel von Geist und Seele gilt. So etwa wie Akkordeon spielen und joggen!

 

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Hier geht's zu einer kleinen Übersicht unserer Rekorde.

Hier geht's zum Bericht in der NZZ am Sonntag zur SOLA 2004.