Akkordeonkonzert in der Kirche Fehraltorf

 

Immer wieder überrascht das Akkordeon-Ensemble Uster, kurz AKKORDEUS, mit neuen Klängen. So auch vor kurzem mit dem dritten Teil einer Reihe von Kirchenkonzerten in Uster, Diegten und zuletzt am ersten November-Sonntag in der ref. Kirche Fehraltorf, die bis auf den letzten Platz besetzt war. Ein Publikumserfolg, über den die Mitwirkenden selbst staunten. die Zuhörenden wurden aber mit einem eindrücklichen Konzertprogramm für ihr Kommen belohnt.

 

Das Eröffnungsstück Sinfonia alla Barocco setzte mit den drei unterschiedlichen Sätzen und den markanten Einsätzen des Schlagzeugers Hanspeter Galenda gleich den Massstab für das gesamte Konzert. In der Folge spielte das Ensemble in verschiedenen Formationen und begeisterte mit seiner grossen Vielfältigkeit. Ob mit dem typischen Piazzolla-Sound oder den Spanischen Tänzen von Moskowski – stets überzeugten die diversen Formationen mit ihrem grossen Können.

 

René Gerber, der junge Solist aus den eigenen Reihen, begeisterte die Zuhörer mit seiner hohen Musikalität der höchst anspruchsvollen Serenata a Ninfa von Faiola sowie der Sonata K366 von Scarlatti. Die vom Publikum verlangte Zugabe wurde ohne zu zögern mit einem weiteren virtuosen Feuerwerk gewährt.

 

Eine neue Klangwelt tat sich auf mit der Querflöten-Einlage der jungen Flötistin, Jacqueline Oesch. Zum Erstaunen der Zuhörer brillierte aber Jacqueline Oesch nicht nur als Flötistin, sondern auch als hochbegabte Sopranistin. Am Klavier kompetent begleitet von Michael Hohl sang sie das bestens bekannte Vilja-Lied aus der Operette "Die lustige Witwe" und entzückte die Zuhörer mit der Zugabe einer Puccini-Arie.

Die Kombination Akkordeon und Gesang durfte selbstverständlich nicht fehlen. Mit dem Zirkusklassiker O mein Papa von Paul Burkhart beeindruckte Jacqueline Oesch zusammen mit dem Akkordeon-Ensemble Jung und Alt.

 

Zum Abschluss wurde ein Werk des Akkordeon-Komponisten Rudolph Würthner aufgeführt. Die Münchner Rhapsodie war auch für die routinierte Dirigentin des Akkordeus eine Herausforderung. Pierrette Hohl führte das Ensemble sicher über die schwierigen Tempiwechsel, die das Leben in der Grossstadt so mit sich bringt. Angefangen mit leisen Tönen steigerte sich das Werk über eine Oktoberfest-Polka bis hin zum swingenden Boogie, der zugleich dem Konzert den gelungenen Schlusspunkt setzte.

 

Mit dem Walzer Nr. 2 von Dimitri Schostakovitsch wurde die vom gut gelaunten Publikum erwirkte Zugabe gewährt. Der lang anhaltende Schluss-Applaus war der Lohn für viel Disziplin bei den Proben.