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Hochzeitsüberraschung Wie schnell man im Akkordeus integriert ist, zeigt das folgende Beispiel:
Ich war erst seit Februar im Verein, nachdem ich von Deutschland in die Schweiz gezogen war, um mit meinem Freund zusammen zu ziehen. Leider klappte es mit der Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung nicht und wir entschlossen uns daher, so schnell wie möglich zu heiraten (hatten wir ja sowieso vor, auf ein paar Monate kam es da nicht an). Ich hatte in Deutschland schon fast 14 Jahre lang Akkordeon gespielt und wollte so schnell wie möglich damit weitermachen. Also schaute ich beim Akkordeus vorbei und wurde so herzlich empfangen, dass ich blieb. Schon nach kurzer Zeit fühlte ich mich nicht mehr als „Neue“ sondern wie jemand, der schon Jahre dabei ist. Die Hochzeit rückte immer näher. Ich hatte schon einmal auf einer Hochzeit in der Kirche gespielt und es war mein grösster Traum, dass dies jemand auch bei meiner eigenen tun würde. Doch für meinen alten Verein aus Deutschland war es doch zu kurzfristig und aufwändig und im Akkordeus wagte ich nicht zu fragen, ich war ja schliesslich erst kurz dabei. Was ich nicht ahnte: Hinter meinem Rücken hatten Pierrette und Mike schon alles organisiert. Pierrette probte mit Alain, Andreas, René und Cynthia für die kirchliche Trauung. Ich sprach nichtsahnend mit der Pfarrerin über meine Musikwünsche für den Gottesdienst (was Mike heimlich am nächsten Tag wieder rückgängig machen musste). Etwa eine Woche vor der Hochzeit verschickte ich noch eine Mail an alle, um sie für den Apéro nach der Trauung einzuladen. Merkwürdigerweise erhielt ich nicht eine Antwort darauf und war ein wenig enttäuscht. Auch wenn ich jemanden persönlich darauf ansprach, wurde nur herumgedruckst. Was war da im Busch? Oder mochte man mich doch nicht so gern? Ich kam einfach nicht darauf...
Als wir die Kirche wieder verliessen, stand der Rest des Vereines mit Notenständern Spalier. Nun war ich vollkommen überrascht. Also hatten alle absichtlich nicht auf meine Mail geantwortet, um sich nicht zu verraten, diese Schlingel!
Tja, was soll ich noch weiter sagen? Ich finde es heute immer noch unglaublich, wie schnell ich in die Gemeinschaft des Vereins aufgenommen wurde. Es macht mich sehr stolz und hat mir meinen Anfang in der Schweiz unheimlich erleichtert. Ich hoffe, dass ich dem Verein auch ebensoviel zurückgeben kann, wie er mir bisher gegeben hat. Mike und ich bedanken uns nochmals sehr herzlich bei allen Beteiligten! Wir revanchieren uns noch... Eure Steffi
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